TP-Link TL-SG105: 5-Port-Gigabit-Switch fürs Heimnetzwerk

TP-Link TL-SG105: 5-Port-Gigabit-Switch fürs Heimnetzwerk

Der TP-Link TL-SG105 ist ein kompakter 5-Port-Gigabit-Switch für kleine Heimnetzwerke, Arbeitsplätze, TV-Ecken und Router-Standorte mit zu wenigen LAN-Anschlüssen.

Der TP-Link TL-SG105 ist ein kleiner unmanaged Netzwerk-Switch mit fünf Gigabit-Ports. Er passt, wenn du an einem Router, Schreibtisch oder TV-Platz ein paar zusätzliche LAN-Anschlüsse brauchst und keine Konfiguration einrichten möchtest.

Für viele kleine Heimnetzwerke ist genau das der richtige Ansatz: Strom anschließen, Netzwerkkabel einstecken, fertig. Wenn du aber schon heute mehr als drei zusätzliche Geräte anschließen willst, ist ein 8-Port-Switch oft die entspanntere Wahl.

Kurzfazit: Wann lohnt sich der TL-SG105?

Der TP-Link TL-SG105 lohnt sich vor allem als kompakte LAN-Erweiterung. Er eignet sich für:

  • einen Arbeitsplatz mit Dockingstation, PC, Drucker oder NAS;
  • eine TV-Ecke mit Fernseher, Spielkonsole, Receiver oder Streaming-Box;
  • einen Router-Standort, an dem die vorhandenen LAN-Ports knapp werden;
  • einen kleinen Netzwerkschrank, wenn nur wenige Dosen aktiv geschaltet werden sollen.

Weniger gut passt er, wenn du viele Räume, mehrere Access Points, ein Patchpanel mit vielen aktiven Ports oder später PoE planst. Dann solltest du eher einen größeren Switch wählen.

Was der 5-Port-Switch kann

Der TL-SG105 besitzt fünf RJ45-Ports mit Gigabit Ethernet. Jeder Port kann 10, 100 oder 1000 Mbit/s aushandeln. In der Praxis bedeutet das: Auch ältere Geräte funktionieren weiter, während moderne Geräte über passende Kabel mit bis zu 1 Gbit/s pro Port angebunden werden.

Der Switch ist unmanaged. Du kannst also keine VLANs, Port-Regeln oder detaillierte Netzwerkfunktionen konfigurieren. Für ein normales Heimnetzwerk ist das meistens ein Vorteil, weil keine Einrichtung nötig ist. Für getrennte Netze, größere Installationen oder anspruchsvolle Labor-Setups wäre ein managed Switch sinnvoller.

Praktisch sind außerdem:

  • Plug & Play ohne Weboberfläche und ohne App-Zwang;
  • lüfterloser Betrieb für Schreibtisch, Wohnzimmer oder Technikregal;
  • Metallgehäuse für eine robustere Haptik als bei einfachen Kunststoff-Switches;
  • Auto-MDI/MDIX, sodass normale Patchkabel und alte Crossover-Kabel automatisch erkannt werden;
  • automatische Aushandlung der Geschwindigkeit pro Port.

5 Ports oder 8 Ports: Was ist sinnvoller?

Bei einem 5-Port-Switch ist ein Port normalerweise schon für die Verbindung zum Router oder zum vorherigen Switch belegt. Real bleiben also meist vier zusätzliche Anschlüsse übrig.

Situation Besser passend
Ein Schreibtisch mit PC, Dock, Drucker und Reserveport TL-SG105 mit 5 Ports
TV-Ecke mit Fernseher, Konsole und Streaming-Gerät TL-SG105 mit 5 Ports
Router hat nur einen oder zwei freie LAN-Ports TL-SG105, wenn nur wenige Geräte dazukommen
Netzwerkschrank mit mehreren Zimmerdosen Eher 8-Port-, 16-Port- oder 24-Port-Switch
Zwei Access Points, NAS, PC, TV und Konsole gleichzeitig Eher TP-Link TL-SG108

Die Faustregel ist einfach: Wenn du nach dem Einstecken schon keinen freien Port mehr hättest, kaufe nicht zu knapp. Ein Switch darf ein paar Reserveports haben. Das ist meist günstiger und ordentlicher, als kurz danach einen zweiten kleinen Switch daneben zu stellen.

Wo du den TL-SG105 sinnvoll platzierst

Der Switch sollte dort sitzen, wo mehrere kabelgebundene Geräte nahe beieinanderstehen. Typische Orte sind Schreibtisch, TV-Board, Technikregal oder kleiner Netzwerkschrank. Von dort führt ein Patchkabel zurück zum Router, zu einem größeren Switch oder zur Netzwerkdose.

Für feste Hausverkabelung gilt: Ein Switch ersetzt kein Patchpanel. Das Patchpanel sammelt die fest verlegten Verlegekabel. Der Switch verbindet nur die Ports, die tatsächlich aktiv genutzt werden sollen.

Achte außerdem darauf, dass Netzteil und Kabel nicht unter Zug stehen. Der TL-SG105 ist zwar klein, aber ein sauber verlegtes Patchkabel macht den Unterschied zwischen einer dauerhaft stabilen Verbindung und einer Fehlerquelle, die man später lange sucht.

Wann du einen anderen Switch brauchst

Der TL-SG105 ist kein schlechter Switch, nur weil er klein ist. Er ist aber nicht für jeden Zweck gedacht.

Wähle einen größeren oder anderen Switch, wenn:

  • du mehr als vier zusätzliche LAN-Geräte anschließen möchtest;
  • mehrere Räume über Netzwerkdosen versorgt werden sollen;
  • du Access Points oder Kameras per PoE mit Strom versorgen willst;
  • du VLANs, Gastnetz-Trennung oder detaillierte Port-Konfiguration brauchst;
  • du ein Heimnetzwerk mit 2,5-Gigabit- oder 10-Gigabit-Geräten planst.

Für einfache Gigabit-Erweiterungen mit mehr Reserveports ist der TP-Link TL-SG108 naheliegend. Für viele feste Anschlüsse kann ein 24-Port-Switch sinnvoller sein.

Häufige Fragen zum TL-SG105

Kann ich den TL-SG105 direkt an die FRITZ!Box anschließen?

Ja. Verbinde einen LAN-Port der FRITZ!Box mit einem Port des TL-SG105. Die übrigen Ports am Switch kannst du dann für PC, Fernseher, Konsole, Drucker oder andere Netzwerkgeräte verwenden.

Brauche ich besondere Netzwerkkabel?

Für Gigabit Ethernet reichen in normalen Heimnetzwerken gute Cat-5e-, Cat-6- oder Cat-6a-Patchkabel. Wichtiger als eine übertriebene Kategorie ist, dass das Kabel unbeschädigt ist und zur Strecke passt.

Hat der TL-SG105 PoE?

Nein. Der TL-SG105 versorgt angeschlossene Geräte nicht über das Netzwerkkabel mit Strom. Für PoE-Access-Points, PoE-Kameras oder ähnliche Geräte brauchst du einen PoE-Switch oder einen passenden PoE-Injektor.

Ist der TL-SG105 schneller als WLAN?

Er ist vor allem stabiler und berechenbarer. Gigabit-LAN liefert kurze Wege, geringe Latenz und weniger Störungen durch Wände oder Nachbar-WLANs. Für stationäre Geräte ist Kabel daher oft die bessere Grundlage als WLAN.

Bewertungen des TL-SG105

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