Der D-Link DGS-105 ist ein kleiner unmanaged Gigabit-Switch für Schreibtisch, TV-Ecke, Router-Standort und einfache Heimnetzwerk-Erweiterungen.
Der D-Link DGS-105 ist ein kompakter unmanaged Netzwerk-Switch mit fünf Gigabit-Ports. Er erweitert Router, Netzwerkdose oder Arbeitsplatz um zusätzliche LAN-Anschlüsse, ohne dass du eine Konfiguration einrichten musst.
Für ein kleines Heimnetzwerk ist das oft genau richtig: Strom anschließen, Patchkabel einstecken, fertig. Wichtig ist nur, die fünf Ports nicht zu großzügig zu zählen. Ein Port ist meistens für die Verbindung zum Router oder zur Netzwerkdose belegt. Praktisch bleiben also oft vier zusätzliche Anschlüsse.
Der D-Link DGS-105 lohnt sich, wenn du wenige Geräte stabil per LAN verbinden möchtest und ein kleines, robustes Metallgehäuse bevorzugst. Typische Einsatzorte sind:
Weniger gut passt der DGS-105, wenn du mehrere Räume über ein Patchpanel versorgen möchtest, PoE für Access Points oder Kameras brauchst oder direkt viele Geräte anschließen willst. Dann ist ein 8-Port-, 16-Port- oder 24-Port-Switch meist sinnvoller.
Der DGS-105 besitzt fünf RJ45-Ports mit Gigabit Ethernet. Jeder Port handelt automatisch 10, 100 oder 1000 Mbit/s mit dem angeschlossenen Gerät aus. Moderne Geräte können damit bis zu 1 Gbit/s pro Port nutzen, während ältere Geräte mit 100 Mbit/s weiter funktionieren.
Der Switch ist unmanaged. Er hat also keine Weboberfläche, keine VLAN-Konfiguration und keine Port-Regeln. Für viele Haushalte ist das ein Vorteil, weil der Router weiterhin IP-Adressen, Internetzugang und Grundfunktionen übernimmt. Der Switch verteilt nur die kabelgebundenen Verbindungen im lokalen Netzwerk.
Praktisch sind außerdem:
Bei einem 5-Port-Switch wird ein Anschluss in der Praxis oft als Uplink zum Router, zu einem größeren Switch oder zur Netzwerkdose genutzt. Deshalb bleiben meistens vier freie Anschlüsse für Endgeräte übrig.
| Situation | Besser passend |
|---|---|
| Schreibtisch mit PC, Dock, Drucker und Reserve | DGS-105 mit 5 Ports |
| TV-Ecke mit Fernseher, Konsole und Streaming-Box | DGS-105 mit 5 Ports |
| Router hat nur wenige freie LAN-Ports | DGS-105, wenn nur wenige Geräte dazukommen |
| Mehrere Räume oder viele Netzwerkdosen | Eher 8-, 16- oder 24-Port-Switch |
| Zwei Access Points, NAS, PC, TV und Konsole gleichzeitig | Eher TP-Link TL-SG108 |
Wenn du schon beim Aufbau alle Ports belegst, ist der Switch zu knapp gewählt. Ein paar freie Ports als Reserve sind im Heimnetzwerk meist günstiger und ordentlicher, als später einen zweiten kleinen Switch daneben zu stellen.
Der DGS-105 und der TP-Link TL-SG105 spielen in derselben Klasse: kleine unmanaged 5-Port-Gigabit-Switches mit Metallgehäuse und Plug & Play. In einem normalen Heimnetzwerk entscheidet daher oft Preis, Verfügbarkeit, Gehäuseform oder persönliche Markenpräferenz.
Der 8-Port-Switch TP-Link TL-SG108 ist die entspanntere Wahl, wenn du mehr Reserve möchtest. Nach dem Uplink bleiben bei einem 8-Port-Modell meistens sieben nutzbare Ports übrig. Das passt besser für TV-Ecken mit mehreren Geräten, kleine Netzwerkschränke oder Setups mit NAS und Access Point.
Für viele feste Anschlüsse, ein größeres Patchpanel oder einen Netzwerkschrank ist ein 24-Port-Switch naheliegender. Dort zählt weniger die einzelne Schreibtisch-Ecke, sondern wie viele Netzwerkdosen zentral aktiv geschaltet werden sollen.
Der DGS-105 gehört an die Stelle, an der mehrere kabelgebundene Geräte nah beieinanderstehen. Das kann ein Schreibtisch, TV-Board, Technikregal oder der Platz neben dem Router sein. Von dort führt ein Patchkabel zurück zum Router, zu einem vorhandenen Switch oder zur Netzwerkdose.
Bei fester Hausverkabelung ersetzt der Switch kein Patchpanel. Das Patchpanel beendet die fest verlegten Verlegekabel aus den Räumen. Der Switch verbindet anschließend nur die Ports, die wirklich aktiv im Heimnetzwerk genutzt werden sollen.
Achte außerdem auf saubere Kabelführung und etwas Luft um das Gerät. Der DGS-105 ist lüfterlos und leise, sollte aber nicht unter Kabelzug stehen oder in einem engen Kabelknäuel neben warmen Netzteilen verschwinden.
Der DGS-105 ist ein sinnvoller kleiner Gigabit-Switch. Er ist aber nicht für jeden Aufbau gedacht.
Wähle ein anderes Modell, wenn:
Grundsätzliche Auswahlkriterien erklärt der Ratgeber zu Netzwerk-Switches. Wenn einzelne Geräte trotz Gigabit-Switch langsam sind, prüfe außerdem Kabel, Port-LEDs, Verbindungsgeschwindigkeit am Gerät und den Weg zum Router.
Ja. Verbinde einen LAN-Port der FRITZ!Box mit einem Port des DGS-105. Die übrigen Ports kannst du für PC, Fernseher, Konsole, Drucker, NAS oder andere Netzwerkgeräte verwenden.
Für normale Heimnetzwerk-Strecken reichen gute Cat-5e-, Cat-6- oder Cat-6a-Patchkabel. Wichtiger als ein möglichst hoher Cat-Aufdruck ist, dass Kabel, Stecker und Netzwerkdosen sauber verarbeitet und unbeschädigt sind.
Nein. Der DGS-105 versorgt angeschlossene Geräte nicht über das Netzwerkkabel mit Strom. Für PoE-Access-Points, PoE-Kameras oder PoE-Telefone brauchst du einen PoE-Switch oder einen passenden PoE-Injektor.
Ja, technisch funktioniert das. Für kleine Erweiterungen ist es unkritisch. Wenn aber viele Geräte und Räume zusammenkommen, ist ein größerer zentraler Switch meist übersichtlicher als mehrere kleine Switches hintereinander.
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