Zwei Computer lassen sich direkt per Netzwerkkabel oder über Router und Switch verbinden. Wichtig sind passende LAN-Anschlüsse, ein Patchkabel und bei einer Direktverbindung feste IP-Adressen.
Zwei Computer kannst du auf drei sinnvolle Arten miteinander verbinden: direkt per Netzwerkkabel, über deinen Router oder über einen Switch. Für die meisten Heimnetzwerke ist die Verbindung über Router oder Switch am einfachsten. Eine direkte Kabelverbindung ist praktisch, wenn kein Netzwerk vorhanden ist oder zwei Geräte kurzfristig Dateien austauschen sollen.
In dieser Anleitung geht es um Windows 10 und Windows 11. Die Grundidee gilt aber auch für macOS und Linux: Beide Geräte müssen physisch verbunden sein, im gleichen IP-Netz liegen und eine passende Freigabe oder Anwendung verwenden.
| Situation | Beste Lösung |
|---|---|
| Beide Computer stehen im gleichen Heimnetz | Über Router oder Switch verbinden |
| Du willst nur schnell zwei Geräte ohne Router koppeln | Direktes Patchkabel mit festen IP-Adressen |
| Ein Computer hat keinen LAN-Anschluss | USB-auf-RJ45-Adapter oder WLAN im bestehenden Netzwerk |
| Viele Geräte sollen miteinander kommunizieren | Router plus Netzwerk-Switch |
| Es geht nur um Dateien | Netzwerkfreigabe, SMB-Freigabe oder NAS nutzen |
Wenn beide Computer schon am gleichen Router hängen, musst du sie nicht zusätzlich direkt miteinander verkabeln. Sie sind bereits im selben Netzwerk und können über Dateifreigaben, Remote-Desktop, Spiele oder andere Netzwerkprogramme miteinander kommunizieren.
Für eine kabelgebundene Verbindung brauchst du:
Ein spezielles Crossover-Kabel ist bei modernen Netzwerkanschlüssen normalerweise nicht mehr nötig. Die meisten Geräte unterstützen Auto-MDI/MDIX und erkennen selbst, ob sie direkt mit einem anderen Computer oder mit Router/Switch verbunden sind.
Falls du kein passendes Netzwerkkabel hast, kannst du ein einfaches Gigabit-Patchkabel verwenden. Achte vor allem auf ausreichende Länge und einen intakten Rastclip am Stecker.
Bei einer Direktverbindung steckt ein Ende des Netzwerkkabels in Computer A und das andere Ende in Computer B. Es gibt keinen Router, der automatisch IP-Adressen verteilt. Deshalb musst du meist auf beiden Geräten feste IPv4-Adressen eintragen.
Stecke das Patchkabel in die LAN-Buchsen beider Computer. Der Stecker sollte hörbar einrasten. Wenn ein Gerät keinen Netzwerkanschluss hat, kannst du einen USB-auf-RJ45-Adapter verwenden.
Unter Windows geht der schnelle Weg weiterhin über den Ausführen-Dialog:

Es öffnen sich die klassischen Netzwerkverbindungen. Wenn mehrere Adapter angezeigt werden, ziehe das Netzwerkkabel kurz ab. Der passende Adapter wechselt dann auf "Nicht verbunden". Stecke das Kabel wieder ein, bevor du weiterarbeitest.

Öffne auf beiden Computern die Eigenschaften des richtigen Netzwerkadapters. Wähle "Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4)" und klicke auf "Eigenschaften".

Trage für eine einfache Direktverbindung zum Beispiel diese Werte ein:
| Gerät | IP-Adresse | Subnetzmaske | Standardgateway | DNS-Server |
|---|---|---|---|---|
| Computer A | 192.168.123.1 | 255.255.255.0 | leer lassen | leer lassen |
| Computer B | 192.168.123.2 | 255.255.255.0 | leer lassen | leer lassen |
Wichtig ist: Die IP-Adressen müssen unterschiedlich sein, aber im gleichen Netz liegen. Die Subnetzmaske ist auf beiden Computern gleich. Gateway und DNS brauchst du bei einer reinen Direktverbindung ohne Internet nicht.

Öffne auf Computer A die Eingabeaufforderung oder PowerShell und teste Computer B mit "ping 192.168.123.2". Auf Computer B testest du entsprechend Computer A mit "ping 192.168.123.1".

Wenn Antworten zurückkommen, funktioniert die Netzwerkverbindung grundsätzlich. Wenn der Ping scheitert, prüfe Kabel, IP-Adressen, den richtigen Netzwerkadapter und die Windows-Firewall.

In einem normalen Heimnetzwerk ist diese Variante meist besser. Verbinde beide Computer per LAN-Kabel mit dem Router oder mit einem Switch, der am Router hängt. Der Router verteilt per DHCP automatisch passende IP-Adressen.
Der Vorteil: Du musst normalerweise keine festen IP-Adressen setzen. Außerdem behalten beide Computer Internetzugang und können weiterhin mit Drucker, NAS, Smartphone oder anderen Geräten im Netzwerk kommunizieren.
Ein Switch ist sinnvoll, wenn die LAN-Ports am Router nicht reichen oder mehrere Geräte an einem Ort stehen. Für kleine Erweiterungen reicht ein 5- oder 8-Port-Switch, bei mehreren Räumen oder einem Patchpanel kann ein größerer Switch sinnvoller sein.
Eine funktionierende Netzwerkverbindung allein überträgt noch keine Dateien. Du brauchst zusätzlich eine Freigabe oder ein Programm.
Unter Windows ist der typische Weg:
Für den Zugriff kannst du im Explorer zum Beispiel "\\192.168.123.1" oder im Heimnetz "\\COMPUTERNAME" eingeben. Bei macOS findest du Freigaben unter "Systemeinstellungen" und "Freigaben". Für Windows- und macOS-Geräte ist SMB die übliche gemeinsame Grundlage.
| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Kein Link am Netzwerkadapter | Kabel sitzt nicht richtig oder Adapter ist deaktiviert | Kabel neu einstecken, anderen Port oder Adapter testen |
| Ping funktioniert nicht | Falsche IP-Adresse, Firewall oder falscher Adapter | IP-Adressen prüfen, Firewall testweise für privates Netzwerk erlauben |
| Dateien sind nicht sichtbar | Keine Freigabe eingerichtet | Ordner freigeben und Benutzerrechte prüfen |
| Verbindung klappt, Internet aber nicht | Direkte Kabelverbindung ohne Gateway | Für Internet beide Geräte über Router/Switch verbinden |
| Zugriff per Computername scheitert | Namensauflösung funktioniert nicht | Statt Computername direkt die IP-Adresse verwenden |
Wichtig ist auch das Netzwerkprofil. Windows unterscheidet zwischen öffentlichen und privaten Netzwerken. Für Datei- und Druckerfreigaben sollte das Netzwerk als privat eingestuft sein. In öffentlichen Netzwerken blockiert Windows viele Freigaben aus gutem Grund.
In der Regel nein. Moderne Netzwerkadapter erkennen die Verbindung automatisch. Ein normales Patchkabel reicht für direkte Computer-zu-Computer-Verbindungen meistens aus.
Ja, wenn beide im gleichen WLAN angemeldet sind. Dann sind sie bereits über den Router verbunden. Für große Dateiübertragungen ist LAN aber oft stabiler und schneller als WLAN.
Im Heimnetz übernimmt normalerweise der Router die automatische Adressvergabe. Feste IP-Adressen sind dort nur nötig, wenn du gezielt dauerhafte Adressen planst. Bei einer direkten Kabelverbindung ohne Router fehlt diese automatische Vergabe, deshalb trägst du die Adressen manuell ein.
Ja, wenn das Spiel lokale Netzwerkverbindungen unterstützt und Firewall sowie IP-Adressen passen. Für mehrere Spieler ist ein Switch deutlich praktischer als direkte Kabel zwischen einzelnen Computern.
Nicht grundsätzlich. Bei Gigabit-LAN ist die maximale Portgeschwindigkeit ähnlich. Ein Switch macht das Netzwerk aber flexibler, weil mehrere Geräte gleichzeitig verbunden werden können und du nicht für jede Verbindung eine eigene Direktverkabelung brauchst.
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